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Bundesregierung kündigt Zeitenwende an

Verantwortlicher Autor: Thomas Träger Berlin, 27.09.2022, 07:55 Uhr
Presse-Ressort von: Thomas Träger Bericht 2877x gelesen
Bundesregierung kündigt Zeitenwende in der Sucht- und Drogenpolitik an
Bundesregierung kündigt Zeitenwende in der Sucht- und Drogenpolitik an  Bild: Thomas Träger

Berlin [ENA] Bundesregierung kündigt Zeitenwende in der Sucht- und Drogenpolitik an Berlin – Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert, will einen Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik vornehmen. Suchtkranke Menschen sollen Unterstützung und Hilfe angeboten bekommen.

Statt bestraft zu werden, sagte er gestern Abend beim Jahresempfang des Drogenbeauftragten, der auf der Dachterrasse des Humboldt Fo­rums im neuen Berliner Schloss stattfand. Er hoffe auf Verbündete für diesen Weg mit guten Projekten in Kom­munen, Ländern und dem Bund. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) lobte das Humboldt Forum als Ort der Begegnung und des Austausches für Kultur und Wissenschaft.

Auch er kündigte eine Zeitenwende in der Drogenpolitik an. Bisher verharren wir in einer Kombination aus Passivität und einer auf Strafen ausgerichteten Politik. Jetzt wollen wir eine aktive Politik betreiben, die Kriminalität vorbeugt und verhindert, sagte er. „Die Widerstände sind for­midabel. Wir müssen sie überwinden. Cannabis sei kein Lifestyleprodukt und der Konsum nicht ungefährlich, erklärte der Bundesgesundheitsminis­ter. Insbesondere jugendliche Konsumenten müssten besser vor den Gefahren geschützt werden. Die Studi­en­lage ist eindeutig: Cannabis schädigt das junge Gehirn nachhaltig und führt zu epigenetischen Veränderun­gen, die nicht rückgängig gemacht werden können.

Auf parlamentarischer Ebene sei man gerade dabei, Eckpunkte für ein Cannabiskontrollgesetz zu erarbeiten, so der Bundesgesundheitsminister. Die Vorbereitungen seien sehr schwierig, weil das Vorhaben komplex sei und sich viele Ressorts in der Bundesregierung abstimmen müssten, neben dem Ressort Gesundheit, die Justiz, Landwirtschaft und Finanzen. Zum Video Schäden in Körper durch Drogen https://www.youtube.com/watch?v=nF_JUbxilvo&t=125s

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